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Der Ferienzeit entgegengehen

Boot

Die meisten von uns sehnen sich schon den Ferien entgegen.

Nur noch einige wenige Tage trennen uns von dieser im Jahreskreis besonderen Zeit. Die meisten warten gespannt auf ihren Urlaub, die anderen versuchen zumindest, den Gang runter zu schalten, wiederum andere empfinden diese Zeit als Leerlauf.

Jede und jeder von Ihnen wird einer Beschäftigung nachgehen, durch die man etwas Abstand zum Gewohnten gewinnen, auf das Vergangene zurückblicken, vielleicht auch eine Zwischenbilanz ziehen oder auch unsere inneren Ressourcen wieder auffüllen kann… Oder einfach nur die Seele baumeln lassen, bevor man zur vollen Betriebsamkeit zurückkehrt: Ob es Zeit mit Ihrer Familie oder mit den wichtigen Menschen ist, oder ob es Ihre Lieblingsbeschäftigung ist, zu der Sie im Alltag kaum noch kommen. In dieser Zeit dürfen wir einfach nur da sein, uns darüber besinnen, was uns die Energie gibt und nicht nur was diese von uns verlangt.

Ich bin sehr froh und dankbar für das Geschenk dieser besonderen Zeit. Sie zeigt, dass wir mehr sind, als nur berufstätige, leistungsorientierte Wesen sind, und dass zu unserem Leben noch mehr gehört, als nur Arbeit, Leistung, Hektik, Kalenderdiktat.

Die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis zeigt uns, dass zu den Zeiten des Schaffens auch die Zeiten der Ruhe gehören. So kehre ich in Gedanken zu dieser biblischen Geschichte zurück, in der das Wort „segnen” vorkommt und so viel bedeutet wie „Heilskraft / heilschaffende Kraft” vermitteln.

„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk erschaffen hatte.” (Gen 2,1)

Wir dürfen auch diese Zeit als eine Zeit der heilsamen Unterbrechung erleben. Vielleicht ist dies auch ein Grund, mit einem dankbaren Auge darauf zu schauen, was unser Leben neben Arbeit, Job und Betriebsamkeit ausmacht.

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete und erfüllte Ferienzeit.

Tetyana Lutsyk
Pastoralreferentin