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16.06.2012
16.06.2012, 11:30 Uhr
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Chor- und Orchesterkonzert in der Auferstehungskirche, Aachen
29.06.2012, 19:00 Uhr
30.06.-01.07.2012
Pfarrfest Kirche St. Martinus
06.-07.07.2012
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01.-02.09.2012
Evangelisches Gemeindefest
01.09.2012, 10:30-12:30 Uhr
Kindersachen-Flohmarkt in St. Martinus
07.-08.09.2012
09.09.2012
Pfarrfest in St. Laurentius
Geschichte der Pfarrgemeinde
St. Heinrich Aachen-Horbach
Horbach wurde zeitgleich mit Richterich im Jahre 1804 zur Pfarre erhoben.
Um die Zeit seiner Erhebung zählte Horbach selbst, einschließlich
der umliegenden Höfe, 623 Einwohner. Hatte man aber Richterich wohl
mehr aus verwaltungsgeographischen Gründen zum Sitz der Mairie (Gemeinde)
bestimmt, so lag seine Einwohnerzahl mit 302 Seelen deutlich unter der von Horbach.
Der erste Pfarrer von Horbach wurde am 16. April des Jahres 1804, der 44 Jahre
alte Johannes Wilhelm Ritzerfeld. Der in Heerlen geborene Ritzerfeld wohnte
bis zu seinem Amtsantritt im Aachener Karmeliterkloster. Einer seiner
ersten Aufgaben bestanden darin, die Voraussetzungen für eine gedeihliche
Seelsorgearbeit und einen würdigen Gottesdienst zu schaffen. Zu diesem Zweck
wurde das „ Pfarrhaus „ (das heutige Pfarrheim) hergerichtet und eine
Wohnung für den Frühmessner beschafft.
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St. Heinrich, Horbach | |
Ebenfalls 1804 erfolgte die nebenamtliche Anstellung eines Küsters,
Organisten und Kantors. Im Jahre 1812 zählte Horbach, einschließlich
Forsterheide (bis 1807 zur Pfarre Richterich gehörig) 777 Einwohner,
ausschließlich Katholiken. Der neue Pfarrer unterrichtete auch seit
1806 Lese- und Religionsunterricht, also schon bevor 1816 der erste Lehrer
Joseph Geyr (auch Küster der Kirche) aus Forsterheide in Horbach
angestellt wurde. Ritzerfeld war es, der mit Hilfe des Bürgermeisters
der Mairie dafür sorgte, dass Horbach diesen Lehrer bekam. Der damalige
Unterrichtsraum, befand sich in einem der Vorgängerbauten der heutigen
Zahnarztpraxis (Horbacherstraße). So verdankt Horbach die Gründung
seiner ersten regulären „Schule“ dem verantwortungsvollen und
weitsichtigen Engagement seines ersten Pfarrers, der sich angesichts seines
Gesundheitszustandes genötigt sah, Horbach 1819 zu verlassen.
Nach dem Sturz Napoleons und einer längeren Übergangszeit wurde die
Pfarre Horbach dem Dekanat Burtscheid zugeordnet. Unter Pfarrer Johann Kehren
aus Verlautenheide, der am 15. Juli des Jahres 1819 in Horbach eingeführt
wurde, konnten die zuvor schlechten Finanzen aufgebessert und im Jahre 1829
eine eigene Vikarie errichtet werden. Pfarrer Kehren starb am 23. Februar des
Jahres 1840 an den Folgen eines Magenkrebsleidens.
Nach einer
Übergangsphase wurde der dritte Pfarrer von Horbach, der am 13.
Dezember 1806 in Borschemich geborene und am 23. August 1843 in Horbach
eingeführte, Adam Hilarius Gieren, der 28 Jahre die Geschicke der
Pfarrgemeinde leiten sollte. In diesen Jahren, erweiterte er die Horbacher
Kirche, die nach wenigen Monaten Bauzeit, am 8. Dezember 1847, am Fest der
Unbefleckten Jungfrau Maria feierlich geweiht werden konnte. Diese längst
nötig gewordene Maßnahme finanzierte der Pfarrer aus großzügigen
Spenden der Horbacher Bevölkerung. Gieren versuchte auch im Rahmen der damals
gegebenen finanziellen Umstände den Innenraum der Kirche zu verschönern.
Zu erwähnen ist die 1859 neu aufgestellte Orgel mit 12 1/1 Registern.
Als Höhepunkt seiner langjährigen Bemühungen konnte Gieren
den Erwerb des neuen Hochaltars betrachten der 1868 anlässlich seines
25 jährigen Ortsjubiläums Aufstellung fand und die Pfarrkirche
noch heute schmückt. Wenig später folgten die beiden Nebenaltäre.
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Die alte Schule Horbacherstrasse | |
Zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste, vor allem in Hochämtern,
wurde 1864 der heute noch bestehende St. Marien-Gesang-Verein unter der Leitung
von Organist Johann Peter Geyr ins Leben gerufen. Nicht zuletzt Gierens Initiative
war es zu verdanken, dass nach langen Jahren des Wartens 1847 in Horbach ein
eigenes Schulgebäude errichtet wurde. Von dem Gebäude, ist heute nur
noch eine Mauer erhalten geblieben. Das alte Gebäude stand an der heutigen
Horbacherstraße 333 und wurde in den (19)70er Jahren abgerissen. Im Februar
1868 hatten Pfarrer Gieren einen Schlaganfall erlitten, doch durch seinen eisernen
Willen konnte man Anfangs auf Genesung hoffen, doch als er im Herbst erneut einen
Schlaganfall erlitt, konnte er seine Arbeit nicht mehr ausführen. Der damalige
Vikar Ramershoven übernahm den vollen Dienst bis zum Tod Gierens am 6. September 1871.
Zum neuen Pfarrer wurde am 29. September desselben Jahres Karl Engelbert Keuthen ernannt,
der 1825 in Neuß geboren worden war. Unter ihm wurde die Kirche weiter verschönert
und unter anderem die ersten farbigen Fenster 1884 im Querschiff eingesetzt, jedoch musste
aus finanziellen Gründen die Vikarie 1886 aufgelöst werden. Ende des Jahres 1886
verließ Keuthen die Pfarre Horbach, um eine Pfarre in Neuß zu übernehmen.
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Julius Jansen 1873-1886 letzter Vikar
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Als neuer und nunmehr einziger Seelsorger der Pfarre wurde Pfarrer am 4. Februar
1887 Franz Arnold Freihen ernannt, zunächst allerdings Engelbert Keuthen nur als
Pfarrverwalter. Nach endgültiger Klärung der Rechtssachen wurde der am 24.
Oktober1840 in Waldfeucht geborene Freihen am 19. November 1888 feierlich eingeführt.
Freihens ganz besondere Liebe galt der würdigen Gestaltung der kirchlichen Liturgie.
Unter ihm wurde der Kirchenschatz um zwei wertvolle Paramente reicher, die zu seinem silbernen
Priesterjubiläum gestiftet wurden. 1891 wurde die erste große Weihnachtskrippe
in der Kirche aufgestellt, die ein Geschenk der Schulkinder war. Im Dezember 1894 verließ
er die Gemeinde, um in Roetgen seinen Dienst als Pfarrer anzutreten, dort verstarb er am 26.
April 1901.
Am 31. Januar 1895, wurde Martin Nikolaus Eschenbrücher als neuer
Pfarrer eingeführt, er war am 16. August 1844 in Kirchherten geboren worden.
Eschenbrücher rief einige kirchliche Vereinigungen, die während der
schweren Zeiten des Kulturkampfes verloren gegangen waren, wieder ins Leben. Er
gründete aber auch mehrere neue kirchliche Vereine, welche in der Horbacher
Bevölkerung regen Zuspruch fanden. Einen nicht unerheblichen und folgenschweren
Einschnitt im Leben der Gemeinde bedeutete, die Gründung eines neuen „Kirchenchors“
am 2. Juni 1902. (Dieser feierte im Jahr 2002 sein 100 jähriges Bestehen). Mit der Gründung
dieses „neuen Kirchenchors“ wurde der seit 1864 bestehende St.-Marien-Gesangverein
auf seine auch bisher betriebene Pflege des volks- und weltlichen Liedgutes beschränkt.
Die Leitung des „Kirchenchors St. Cäcilia“ übernahm der neue Organist
und Küster Nikolaus Költer. Eschenbrüchers Bemühungen galten aber auch
der Verschönerung „seiner“ Pfarrkirche.
In diesem Zusammenhang sprach
er sich auch 1897 für den Erhalt des sehr baufällig gewordenen Kirchturms aus. Mit
der Reparatur des Turmes 1899 verband man zugleich die Vergrößerung der Orgelbühne.
Außerdem erhielt der Turm ein neues Kreuz auf der Spitze und der Innenraum der Kirche einen
neuen Anstrich. Nach der Sicherung des Turmes konnte man auch zwei neue und größere
Glocken einbauen. Am 30. August 1914, wenige Wochen nach Ausbruch des ersten Weltkrieges,
verstarb Eschenbrücher nach längerem Leiden im Alter von 70 Jahren.
Der siebte Pfarrer wurde am 28. Oktober der am 25. März 1875 in Oedt geborene Peter Hugo Husten.
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Pfarrer Nikolaus Eschenbrücher 1895-1914 | |
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Pfarrer Franz Uhlenbrock 1919-1932 | |
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Zum 1. September 1919 wurde Franz Uhlenbrock zum neuen Pfarrer ernannt. Er war am 17. Januar 1881 geboren worden. Unter Pfarrer Uhlenbrock wurde bereits 1919 eine karitative Station zur Behandlung alter und kranker Menschen in der alten Vikarie ins Leben gerufen, sie wurde von drei Schwestern der „Hospitalschwestern der hl. Elisabeth“ zu Aachen übernommen. Die erste Hälfte der 20er Jahre stellten für die kleine Gemeinde eine Zeit schwierigster finanzieller Probleme dar. Im Zuge der Inflation in den Jahren 1919-1923 wurde das gesamte Kapitalstiftungsvermögen der Kirche entwertet. Nach der wirtschaftlichen Entkrampfung der Lage durch die Einführung der Guldenwährung 1924 normalisierten sich die Verhältnisse langsam wieder und die Kirche konnte neu ausgemalt werden. Am 3. März 1926 wurde eine neue Kirchenglocke gekauft, welche die 1917 abgegebene ersetzen sollte. Am 5. Januar 1932 traf den Geistlichen ein schwerer Schlaganfall. Noch am Morgen hatte er die hl. Messe zelebriert und wenige Stunden vor seinem Tod im Beichtstuhl gesessen. (Sein Grab kann man heute noch auf dem Horbacher Friedhof besuchen).
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Pfarrer Rainer Klein 1932-1960 | |
Zum zehnten Pfarrer von Horbach bestellte der erste Bischof des neugegründeten
Bistum Aachens am 6. Februar 1932 Rainer Klein. Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung
wurde er am 20. März feierlich in sein Amt eingeführt. Rainer Klein ,der am 7.
Februar 1886 in Groß-Boslar bei Linnich geboren worden war, war eine Persönlichkeit
mit klarem Intellekt, eisernem Willen und Kampfesmut, die bewährte Traditionen und
überkommende Werte höher schätzte, als modische Neuerungen. Außerdem
war er ein Mensch tiefen Glaubens, der jeglichem Radikalismus von rechts oder links
ablehnend gegenüberstand.
Diese und auch die Eigenschaft, dass er die
weltlichen und politischen Probleme in der Predigt offen ansprach, brachten ihn
mehrmals in Konflikt mit der „geheimen Staatspolizei“. Mit Energie und
Schärfe wandte sich Klein dagegen, kirchliche Vereine als Vehikel staatlicher
oder gar parteipolitischer Propaganda zu missbrauchen, somit legte er sich auch oft
mit dem Ortgruppenleiter der NSDAP Richterich an. Die seit 1935 zunehmenden
kirchenpolitischen Spannungen, gekennzeichnet durch die Unterdrückung und
schließlichem Verbot der katholischen Standesvereine, ließen auch
Horbach nicht unberührt. Einige der alten Standesvereine, wie die
„Bruderschaft“, die sich um die finanzielle Unterstützung der
Kranken kümmerte, wurden von der Regierung aufgelöst. Auch öffentliche
Veranstaltungen, wie das Stiftungsfest des Kirchenchores wurden verboten. Kennzeichnend
für die spezifisch Horbacher Szenerie war der keineswegs allgemein typische
Umstand, dass die Mitgliederzahlen der so genannten „Standesvereine“,
wie die des „Eucharistischen Sühnevereins“ oder der „Jungfrauen
Kongregation“ im Laufe der dreißiger Jahre nicht zurückging, sonder
stetig anstiegen. Auch wurde dem Pfarrer verboten, in der Volksschule Religionsunterricht
zu erteilen.
Neben dem Gemeindeleben wurde auch der Mittelpunkt jeder Gemeinde,
die Kirche, in Kleins Amtszeit weiter verschönert und erneuert. So wurde 1932 mit
der Neueindeckung des Kirchendachs begonnen und 1933 die erste Heizung eingebaut.
Zwischen dem 28. August und 2. September 1933 wurden fünf gestiftete Die
Stahlhut-Orgel von 1934 Buntglasfenster eingesetzt und 1937 konnten zwei weitere
Fenster im Chor eingesetzt werden. All diese Fenster sind erhalten geblieben.
Am 19. April 1934 wurde eine neue Orgel eingebaut, die aus Spenden eines
Gemeindemitglieds gekauft worden war.
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1934 gekaufte Stahlhut Orgel | |
Vor dem Einbau der Orgel, hatte man unter einigen Schwierigkeiten die
Orgelempore erneuert. Die Bemühungen um die Kirche fanden mit der
Ausmalung und der „Erneuerung“ des Turms ihren vorläufigen
Abschluss. So konnte man das Weihnachtsfest 1937 in strahlendem Glanz einer
gleichsam „neuen“ Kirche begehen, der noch durch eine neue,
große Krippenanlage gestärkt wurde. Sie war ein Geschenk der
Elisabethinnen zu Aachen. Das Jahr des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs
brachte für die kleine Gemeinde an der Grenze noch keine einschneidenden
Ereignisse. Mit Fortschreiten des Krieges wurde die ordentliche Seelsorge
schwieriger, so durften in Folge der scharfen Luftschutzbestimmungen, nur
so viele Gläubige einen Gottesdienst besuchen, wie in den Luftschutzkellern
der unmittelbar neben der Kirche gelegenen Häuser Platz finden konnten.
So wurde es erforderlich, zum Teil sogar sechs Gottesdienste an Sonntagen zu
feiern. Im Jahr 1941 folgten weitere Einschränkungen. Das „Ende“
des Krieges und damit der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft kam in Horbach
am 18. September 1944 mit der Besetzung des Ortes durch amerikanische Truppen.
Pfarrer Klein, der bei der Mehrheit der Bevölkerung ausgeharrt
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Der frühere Kindergarten (von 1953-96) | |
Im Rahmen des „Neubeginns“ setzte sich Klein mit Energie nicht zuletzt für die Neuorganisation der früheren kirchlichen Vereine ein. Bereits 1946 regte sich auch wieder das bewährte gesellige Element im kirchlichen Gemeindeleben. Zu Beginn der fünfziger Jahre hatte sich auch in Horbach das Leben wieder normalisiert. Die Schäden des Krieges an der Kirche waren voll beseitigt. Die Menschen selbst hatten Ruhe und Freude des Lebens wieder gefunden. Für Pfarrer Klein, der seit 1945 zusätzlich die Last des Dechanten des Dekanates Herzogenrath trug, war das Leben jedoch beschwerlicher geworden. Eine nachhaltige Kreislaufstörung im Sommer 1951 zeigte dem Fünfundsechzigjährigen an, dass seine Kräfte bemessen waren. Doch bewältigte er seine Aufgaben immer noch mit Leichtigkeit. So ging der Wunsch nach einem pfarreigenen Kindergarten 1953 in Erfüllung (heute ist in dem Gebäude das Pfarramt untergebracht). Er wurde am Tag des Pfarrpatroziniums, feierlich und unter Anwesenheit aller weltlichen und kirchlichen Vereine, der Vertretung der Gemeinde Richterich und des Landtagsabgeordneten Klöcker eingeweiht. Ebenfalls 1953 erhielt die Pfarrkirche zwei neue Glocken. 1954 wurde für die Pfarre Horbach ein Jahr eines dreifachen Jubiläums: vor 500 Jahren war die erste Kapelle errichtet, vor 150 Jahren das Rektorat zur Pfarre erhoben und vor 100 Jahren die erweiterte Pfarrkirche neu konsekriert worden.
Am 5. Mai 1957 feierte der Pfarrer sein 25 jähriges Ortsjubiläum, am selben Tag wurde die „Fatima-Kapelle“ an der Obermühle feierlich
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"Fatima-Kapelle" vor ca. 50 Jahren | |
Im Jahr 1963 wurde beschlossen, die Kirche zu renovieren, und zwar in drei Abschnitten. Es wurde damit begonnen, neue Beleuchtung anzubringen. Im darauf folgenden Jahr feierte der St. Marien-Gesangverein sein 100 jähriges Bestehen. Außerdem wurden die Renovierungsarbeiten Fortgesetzt. 1965 wurde mit der Erneuerung der Kirchenbänke auch die Verpachtung der selbigen abgeschafft. 1966 wurde der Boden an den nötigen Stellen ausgebessert und vor dem Marienaltar eine Grabplatte freigelegt. Im selben Jahr wurde der erste Kopierer zur Vervielfältigung des Pfarrbriefes angeschafft. 1967 wurde mit Beginn der Renovierung des Chores, der letzte Bauabschnitt begonnen. 1968 muss das Schwesternhaus, der „Elisabethinnen“ an der (Lochterstraße) Horbacherstraße nach 48 jähriger Segenreicher Tätigkeit wegen Personalmangels geschlossen werden. 1971: endgültiger Abschluss der Innenrenovierung durch einen neuen Anstrich. KAB zehnjähriges Bestehen.1972: eine neue Lautsprecheranlage eingebaut. Pastor Kaiser 25 jähriges Priester- Jubiläum. Die Kirche erhält einen neuen Altar und neuen Ambo. 1974: 170 Jahre Pfarre Horbach. 1975 wurden die Planungen für ein neues Pfarrheim im alten Pastorat (bis 1960 Wohnung des Pfarrers) konkret. Es konnte jedoch aus finanziellen Gründen in den folgenden vier Jahren noch nicht mit einer Neugestaltung begonnen werden. 1977 wurde der Kirchenchor St. Cäcilia 75 Jahre alt und gestaltete einen feierlichen Gottesdienst. 1978 konnte endlich das neue Pfarrheim durch Pfarrer Kaiser eingeweiht werden. 1979 war ein großes Fest in der Pfarrgemeinde, die Gemeinde war 175 Jahre eigenständig. Dr. Herbert Lepper, damaliger Leiter des Stadtarchivs, hielt einen Vortrag über die Geschichte der Pfarre und fasste die Ereignisse und Bilder in einem Buch (175 Jahre Pfarre Horbach: Eine Gemeinde im Schatten ihrer Kirche) zusammen. 1981 feierten die ortansässigen Pfadfinder, der DPSG ihr 25 jähriges Wirken. Außerdem wurden in diesem Jahr auf dem Horbacher Friedhof einige Grabsteine umgeworfen und Grablampen zerstört. 1983 muss Herr Pastor Kaiser ins Krankenhaus, die Gestaltung der Gottesdienste übernahmen die Patres aus Simpelveld (NL). 1984 wurde Pastor Ludwig Kaiser nach 24 jähriger Amtszeit in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Seine Pensionszeit sollte er in seinem Heimatort Stolberg-Breinig verleben. Wegen des Priestermangels in der katholischen Kirche, sollte Pfr. Kaiser der letzte Pfarrer gewesen sein, der nur Horbach betreute und auch am Ort wohnte. Neuer Pastor der Gemeinde, wurde Pfarrer Joseph Kleynen, der auch schon St. Andreas, Aachen-Soers, betreute. Kleynen, war in Voerendaal (NL) geboren worden und hatte 1978 die Leitung der Pfarrvikarie St. Andreas übernommen. Während seiner Amtsführung wurde 1985 die Restaurierung des Glockenturms mit Erneuerung von Kugel,
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Pfarrer Joseph Kleynen 1984-1990 | |
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Pfarrer Claus-Günter Bütow | |
Es war Claus-Günter Bütow, er wurde zum 1. Juli 1991 zum neuen
Pfarrer von Horbach ernannt. Er war seit Jahresbeginn schon als Seelsorger in
der Pfarrei tätig. Die „Fatima“ Prozession 1991 musste erstmals
ohne Geistlichen gehalten werden, und zwar von einigen Mitgliedern des Pfarrgemeinderats.
Im Mai 1992 wurde eine Teil-Offene-Türe (TOT) Unicorn in Horbach gegründet
(welche im Jahr 2002 ihr zehnjähriges Bestehen feierte)ein Gruppenraum wurde im
Pfarrheim eingerichtet.
Nachdem der Kindergarten in St. Heinrich 1992 Claus-Günter Bütow sein
40 Jähriges Jubiläum beging und die ca. 25 Plätze des eingruppigen
Kindergartens nicht mehr ausreichten, um den Bedarf zu decken, wurden Stimmen laut,
den Kindergarten in ein Pfarrzentrum, umzuwandeln mit Verbindung zur Sakristei, und
einen neuen Kindergarten mit ca. 50 Plätzen zu errichten. Der Kindergarten solle
dem „Richtericher Modell“ entsprechen hierbei soll die Pfarre das
Grundstück stellen und die Stadt Aachen die Betriebskosten übernehmen.
Das Jahr 1993 war für die Gemeinde ein Trauerjahr, gleich zwei ehemalige Geistliche
starben. Am 27. 2. 93 starb Pfarrer Ludwig Kaiser in seinem Heimatort Stolberg-Breinig.
Er war von 1960-1984 Pfarrer von Horbach/St. Heinrich gewesen. Genau einen Monat nach
dem Tod Kaisers starb Pfarrer Joseph Kleynen in Dollendorf/Blankenheim. Er war von
1984-1990 Pfarrer von St. Heinrich gewesen.
1994 feierte der „St.
Marien-Gesangverein“ sein 130 jähriges Bestehen und stiftete der Kirche
zwei Außenstrahler zur Kirchenbeleuchtung.
1994 werden wieder Beschwerden
lauter, dass der Kindergarten zu klein sei, Pläne werden konkreter.
1995 wird die Kirche neu ausgemalt und mit dem Bau des neuen Kindergartens begonnen,
die Pfarre hat das Grundstück bereitgestellt und ein Investor die Baukosten
übernommen. Nun muss die Pfarrgemeinde ca. 30 Jahre Miete bezahlen, bis der
Kindergarten in den Besitz der Pfarre fällt.
Ebenfalls 1995 wird das
Taufbecken erneuert und der Kauf einer neuen elektronischen Orgel beschlossen.
Anfang 1996 wurde die alte, nicht mehr reparable Orgel von 1934 abgebrochen und
einige notwendig gewordene Renovierungsarbeiten am Mauerwerk der Orgelbühne
getätigt.
Im Oktober 1996 nach nur knapp einem Jahr Bauzeit konnte der
neue Kindergarten am Wiesenweg durch Pfarrer Bütow eingeweiht werden. Der
Kindergarten besteht aus zwei Gruppen, die jeweils 25 Kindern Platz bieten.
Am 5. April 1997 wurde Pfarrer Claus-Günter Bütow im Pfarrheim verabschiedet,
er verließ eine frisch renovierte Kirche mit neuer Orgel. Am 13. April 1997 wurde
der 1953 geborene Josef Voß als 14. Pfarrer
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Pfarrer Josef Voß ab 1997 | |
von Horbach feierlich eingeführt. Mit der Einführung von Herrn Voß, der seit 1995 die Pfarre St. Martinus in Richterich betreut und auch dort wohnt, wurde eine Weggemeinschaft mit St. Martinus gebildet, welche beide Gemeinden deutlich näher zusammenrücken lässt.
Die Informationen und Bilder die für diesen Bericht verwendet wurden, sind der Chronik der Pfarre St. Heinrich und dem 1979 erschienenen Buch 175 Jahre Pfarre Horbach entnommen worden.












